Löten und verzinnen

Löten ist – ganz allgemein – ein thermisches Fügeverfahren, dessen Ursprünge bis in das Altertum zurückreichen. Doch Löten ist auch der Beleg dafür, dass moderne Kabelkonfektion ohne klassische Handwerksarbeit kaum denkbar ist.

Man unterscheidet heutzutage grob zwischen Weichlöten (bis 450 Grad Celsius) und Hartlöten (ab 450 Grad Celsius). Das Weichlöten ist dabei das gängige Verfahren in der Kabelkonfektion.

Das einfachste Lötverfahren ist das so genannte Kolbenlöten. Hier werden Lot und Fügeteile mit einem Lötkolben aufgeheizt. Das geschieht ganz klassisch per Hand. Im Sinne von Qualität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz verwenden wir bleifreies, 95% silberanteiliges Lot von Stannol, einem renommierten Löttechniker, der seit 1879 in Deutschland fertigt.

Verzinnen wiederum ist ein Sammelbegriff für verschiedene Verfahren zur Oberflächenveredelung. Durch das Verzinnen wird ein Zinnüberzug auf (meist metallischen) Gegenständen erzeugt. Um elektrische Bauteile (Stecker, Widerstände, Dioden…etc) besser mit einer Litze zu verlöten, werden die abisolierten Adern zuvor in ein Lötbad eingetaucht – und damit verzinnt.

Kabelkonfektion ist Handarbeit: An unseren Kolbenlötplätzen verlöten wir alle gängigen Steckverbinder und Leitungen. Desweiteren bestücken wir bei Kleinserien unsere Platinen mit bedrahteten oder SMD-Bauteilen von Hand. Größere Stückzahlen werden von unseren Partnern maschinell gefertigt.